Führungen & Veranstaltungen

 

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Abbildung: Lilli Gebbing

Öffentliche Termine im Stadtmuseum Bocholt

Plakat Entwurf Führungen Stadtwaldlager (A1-Dokument) (59.4 × 84.1 cm)(2)

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Die Geschichte des Bocholter Stadtwaldlagers

Stadtmuseum Bocholt bietet zusammen mit Dr. Marius Lange wieder Führungen durch das ehemalige Lagergebiet an!

 

Das Bocholter Stadtwaldlager ist Zeugnis eines der wechselvollsten Kapitel der Bocholter Geschichte.

Als Standort der Österreichischen Legion, eines Kriegsgefangenenlagers während des 2. Weltkriegs und der späteren Nutzung als Palestine Transit Camp erzählt das Gelände bis heute Geschichten von politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts und vom Leben der Menschen in Bocholt im 2. Weltkrieg und mit seinen Nachwirkungen. "Viele Bocholterinnen und Bocholter kennen das Stadtwaldlager nur noch aus vagen Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern. Wie das Gelände ausgesehen hat, ist bei jüngeren Generationen aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden.“, beschreibt der Historiker Dr. Marius Lange eine seiner häufigsten Eindrücke bei seiner Recherche zur Lagergeschichte.

Das Bocholter Stadtmuseum präsentierte die Geschichte des Stadtwaldlagers im Jahr 2021 mit einer großen Sonderausstellung. Im Zuge dieser Ausstellung wurden Führungsangebote durch Dr. Lange im ehemaligen Lagergebiet konzipiert. „Das Angebot wurde damals bereits mit sehr großem Interesse angenommen. Schnell wurde uns klar, dass die Führungsangebote auch nach Ausstellungsende weitergeführt werden sollen. Wir freuen uns, dass wir nun im Jubiläumsjahr neue Termine anbieten können“ führt Museumsleitung Lisa Merschformann weiter aus.

Das Bocholter Stadtmuseum lädt daher ab dem 24.09.2022 in Kooperation mit Dr. Marius Lange wieder dazu ein, sich auf die Spuren der Geschichte des Stadtwaldlagers zu begeben. Mithilfe historischen Bildmaterials und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erklärt Dr. Lange Hintergründe und Folgen des Lagers für seine Insassen und die damaligen Bocholterinnen und Bocholter. Dabei geht er genauer auf die ersten Lagerbewohner, Nationalsozialisten der sog. Österreichischen Legion (1935-1938), sowie auf die Lebensumstände der zahlreichen Kriegsgefangenen ein, die hier zwischen 1939 und 1944 eingesperrt waren.

Alle öffentlichen Führungen sind kostenfrei. Um vorherige Anmeldungen wird jedoch gebeten. Weitere Infos rund um die Anmeldungen oder private Führungsanfragen finden Sie unter angehängtem QR-Code oder über die Homepage des Stadtmuseums.